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Thema: Warum man besser auf mp3pro verzichten sollte... (Gelesen 1490 mal)
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Benjamin
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Beiträge: 93
Ogg Vorbis rulez
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Hallo ,
wie man schon aus dem Titel dieses Beitrags ersehen kann soll dem Durchschnittsanwender (schön gesagt wie ? ) klar gemacht werden warum man lieber auf Mp3pro verzichten sollte wenn man nicht gerade seine Musik für internet streaming oder Musikhören auf nem tragbaren Player encodiert.
So dann will ich mich mal an die Arbeit machen .
Mp3pro wurde dazu entwickelt, Audiodaten schneller durch das Internet zu senden, da heute nicht jeder DSL oder T x Anschlüsse hat. Bei 128 kbps hat man mehr oder weniger akzeptable Audioqualität. Bei niedrigen Bitraten treten immer mehr Probleme auf, deswegen erscheint es nötig den Wert der höchsten Frequenzen die mitencodiert werden herabzusetzen um somit kleinere Files zu erzeugen. Manchmal oder meiner Erfahrung nach treten bei diesen Bitraten gehäuft Artefakte auf. Das zeigt auf dass ein Psychoakustisches Modell alleine nicht reicht! Deswegen ersannen die Leute von Codingtechnologies die SBR Technologie, die schon ähnlich, jedoch in ganz anderer Umsetzung! bei Formaten wie mp3+v aka PlusV zum Einsatz kommen. Der Sinn von SBR besteht darin Frequenzen ab einer Bitrate nicht mehr mit zu encodieren, sondern den Encoder Informationen in den File schreiben zu lassen, so dass der Decoder die verlorenen Frequenzen synthetisieren kann. Das Resultat bei 64kbps ist ein normaler Mp3 File bei ca. 54kbps 22KHz + 10kbps SBR Informationen. Das heisst wenn man den File auf einem Player abspielt der mp3pro nicht unterstützt, hat man eben nur diesen MP3 File. Was mich dabei wundert ist nur dass Winamp zum Beispiel den normalen MP3 Als 64kbps erkennt und nicht nur die in etwa 54kbps, der genaue Wert ist mir zur Zeit leider nicht im Gedächtnis geblieben . Das Resultat sind also synthetische Frequenzen die sich so anhören wie man sie schreibt . Mich stört dabei vorallem das metallerne Scheppern, und der verwischte Sound über ca. 12kHz! Mp3pro eignet sich somit NICHT für Musikarchivierung bzw. Musikgenuss 
Vorteile:
- Angemessen gute Qualität für niedrige Bitraten
- Geringe Systemvorraussetzungen, wobei Ogg oder mp3 nicht umbedingt mehr vorraussetzt
- Gute Kompressionsraten
Nachteile:
- Fehlende Unterstützung für hohe Bitraten, jedoch sollte bedacht werden, dass mp3pro extra für niedrige Bitraten entwickelt wurde und demnach dieser Kritikpunkt nicht umbedingt zieht

- Synthesierte Hohe Frequenzen, dass wohl größte Manko von Mp3pro
Das zweite was mich daran stört ist, dass es kein open source Projekt so wie Vorbis bzw. lame ist. Ich weiss dass es sich hierbei nicht um einen sehr argumentativen Grund handelt aber ich denke dass in unserer Zeit mehr Wert auf "offene" Projekte gelegt werden sollte, denn die Vorteile sollten jedem sofort klar werden: 1.Das Projekt verbessert sich ständig und kann den Wünschen der Verbraucher angepasst werden und somit eine erhöhte Zufriedenheit unter den Konsumenten erreichen! 2. Jeder der daran interessiert ist kann mitarbeiten 3. Plattform Inkompatibilitäten werden innerhalb kürzester Zeit von fähigen Leuten behoben 4. Das Projekt unterliegt meistens keinen so dämlichen, sorry aber is nunmal so, Patentrechten wie Mp3 oder AAC!
So und jetzt nicht bloss zu meckern, werde ich hier eine sehr gute Alternative vorstellen Ogg Vorbis!:
Hierbei handelt es sich um ein Audio Kompressionsformat ähnlich wie "mp3" oder "wma", lediglich mit dem einzigen Unterschied, dass es nicht patentiert und somit uneingeschränkt nutzbar ist. Viele mögen denken, dass mp3 auch "frei" ist, da es viele kostenlose Encoder wie LAME http://www.mp3dev.org gibt. Das ist aber ein Trugschluss, denn jeder mp3 Encoder, egal ob frei verfügbar oder nicht, müsste vom Fraunhofer Institut http://www.iis.fhg.de/amm/ , dem mp3 Patentinhaber unter anderen, lizensiert werden und der Benutzer müsste für dessen Verwendung bezahlen. Deswegen hat Ogg meiner Meinung nach erhebliche Chancen sich zu behaupten, da Benutzer und Anbieter nichts zahlen müssen!
Das Ogg Format baut, ähnlich wie MP3, auf die VBR Technologie, die Variable Bitrate Technologie, die es ermöglicht in eher "ruhigen" Stellen des Lieds weniger Bits zu verbrauchen und die "gesparten" für schwer zu encodierende Stellen zu verwenden. Das Ergebnis ist ein Ogg File der weniger Platz auf der Festplatte benötigt und hörere Qualität an den Benutzer bringt, im Gegensatz dazu steht der CBR , Constant Bitrate Modus, wird derzeit von Ogg nicht unterstützt, der durchgehend eine bestimmte Bitrate benützt, ohne dabei auf Unterschiede im Lied zu achten! Die Folge ist ein weitaus größerer File der möglicherweise schlechtere Qualität bietet, da die höheren Bitraten nicht frei verfügbar waren.
Für die CBR Fetischisten unter uns sei gesagt dass RC3 höchst wahrscheinlich einen CBR Modus unterstützen wird!
Für mehr Info lest bitte auf meiner Seite und auf den offiziellen Seiten, da es für mich wenig sinnvoll erscheint alle meine Wortlaute einfach bloss hier reinzukopieren 
www.vorbis.com www.xiph.org www.ogg-vorbis.f2s.com
Na dann, ich hoffe ich konnte ein paar mp3pro Anhänger zu Vorbis "konvertieren" Wenn nicht isses mir auch egal, muss ja wohl jeder selber wissen was er seinen Ohren antut! 
Machts gut Ciao Benni
Disclaimer: Ich habe es mir erlaubt Textstellen von hier zu verwenden: http://www.digit-life.com/articles/mp3pro/index.html, da kann man den ganzen Artikel auf englisch noch mal nachlesen, nein ich hab nicht bloss übersetzt  Außerdem habe ich von meiner Seite www.ogg-vorbis.f2s.com den Artikel über Ogg-Vorbis mit freundlicher Genehmigung meinerseits zitiert 
[edit] Deutsche Sprache, schwere Sprache
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Stefan
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Beiträge: 665

AG-Support
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Sehr gute Zusammenfassung, Benjamin! Kann ich nur zustimmen. Allerdings bin ich der Meinung, dass MP3 Ogg-Vorbis in Sachen Qualität überlegen ist. Als Privatperson ist man also besser beraten, wenn man MP3 verwendet. Wenn man Songs dagegen geschäftlich verbreiten möchte, ist man mit Ogg natürlich klar im Vorteil (da lizenzkostenfrei).
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« Letzte Änderung: 1. Januar 1970, 01:00:00 von 1022968800 »
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Benjamin
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Beiträge: 93
Ogg Vorbis rulez
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ich finde nicht dass MP3 Ogg GT2 (nicht RC2!) übertrifft, auf gar keinen Fall!
P.S. Ich werde heute nachmittag beweisen dass Ogg besser ist
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Benjamin
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Beiträge: 93
Ogg Vorbis rulez
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Es folgt eine pro Vorbis Argumentation 
Ich werde auf keinen Fall anfangen zu versuchen mit Frequenzspektren die Qualität zu beweisen. Dass geht nunmal nicht. Warum nicht ? Weil die meisten Audiocoder, sei es mp3 / aac / oder hald ogg, auf einem Psychoakustischen Modell (PAM) basieren. Die Funktion diese Modells liegt in erster Linie darin Frequenzen, die für den Menschen nicht zu hören sind zu entfernen ( das nennt man dann masking ). Desweiteren bestimmt das PAM die Schwelle der von dem Menschen gehörten Frequenzen. Der Nachteil liegt darin, das es sich auf ein ISO Modell des menschlichen Gehörs bezieht und deswegen nicht für alle Menschen gleich sein kann! Wo der eine grade noch hohe Frequenzen hört kann für den anderen schon längst schluss sein. Deswegen kann bei professionellen Encodern wie lame und mpc diese Schwelle eingestellt werden und das PAM angepasst werden ( Wichtige Begriffe in diesem Zusammenhang sind "ATH - Absolute Threshold of Hearing" und "LF(?) - Lowpass Filter" )
Ich hoffe euch ist nun klar warum sich ein Lied mit einem kleineren Frequenzspektrum nicht umbedingt schlechter anhören muss als eins mit vollem!
So nun zu den eigentlichen Dingen 
Was Vorbis ist habe ich ja schon im ersten Post gesagt. Dies kann auf den offiziellen Seiten und meiner nachgelesen werden! Der grundlegende Vorteil von Ogg besteht darin, dass es vollkommen anders als Mp3 entworfen wurde und so über die meisten bekannten Probleme des mp3 Formats erhaben ist. Dazu gehören diese nervigen MP3 Artefakte wie zum Beispiel dieses Wasserartige verwischen des Klanges. Deswegen klingt meiner Meinung nach Ogg bei einer Bitrate von 80 kbps deutlich besser als MP3, hmm es klingt bei jeder Bitrate besser als Mp3 aber das soll ja eigentlich das Endergebnis sein Ich weiss nicht was ich noch grossartig sagen soll am besten testet ihr es einfach selber, denn wie oben schon erwähnt hat jeder Mensch andere Ohren und damit hört sich ein und dasselbe Lied für jeden zwangsläufig unterschiedlich an. Aber ich muss euch sagen, dass es sich für mich einfach genial anhört. Seit es diese GT2 Version gibt habe ich angefangen meine ganzen CDs nochmal mit 160 kbps VBR zu encodieren! Und das will was heissen, denn das ist bekanntlich nicht die spannendste und zeitsparendste Angelegenheit 
Hier die Links:
Encoder: http://sjeng.sourceforge.net/ftp/vorbis/oggdropgt2.exe
http://sjeng.sourceforge.net/ftp/vorbis/oggencgt2.exe
(bei der Commandline Version ist zu beachten dass -b 999, den verbesserten 160 kbps mode aktiviert!)
Winamp Ogg Plugin
http://www.1014.org/~peter/zips/in_vorbis.exe
So jetzt warst du wieder schneller *nochmehrgrummel*
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Benjamin
Mitglied
 
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Beiträge: 93
Ogg Vorbis rulez
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Ich hab euch mal ein Sample von 12s in untershiedlichen Bitrates encodiert, hört selbst )
Mp3 Test.exe
http://www.ogg-vorbis.f2s.com/MP3%20Test.exe
Encoder: lame 3.90 - 20.11.01
Test -64.mp3:
-b64 -mj -h --nspsytune --nssafejoint --resample 44
Test -80.mp3:
-b80 -mj -h --nspsytune --nssafejoint --resample 44
Test -128.mp3:
--dm-preset 128
Test -267.mp3:
--dm-preset standard
Ogg Test.exe
http://www.ogg-vorbis.f2s.com/Ogg%20Test.exe
Test -65.ogg:
Oggenc RC2 -b 65
Test -86.ogg:
Oggenc RC2 -b 80
Test -123.ogg:
Oggenc CVS 21.10.2001 -b 128
Test -171.ogg:
Oggenc GT2 -b 999
Die lame Einstellungen ab 128 kbps sind das beste was lame zu bieten hat! Falls es Probleme mit dem Download gibt dann bitte bei mir melden!
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« Letzte Änderung: 1. Januar 1970, 01:00:00 von 1022968800 »
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