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Thema: Audiograbber 1.80 -> Qualität beim Encoden (Gelesen 4090 mal)
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fperau
Einsteiger

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Hallo zusammen!
Ich bin auf der Suche nach einer Erklärung für folgendes "Problem":
1. Ich habe eine WAV-Datei erstellt, welche über eine Laufzeit von 200 Sekunden nichts anderes enthält, als einen linear ansteigenden 0 dB-Sinus von 1 Hz bis 20 kHz. Mit dieser WAV-Datei wollte ich verschiedene Encoder testen, da ich durch Zufall herausgefunden habe, daß mein bisheriger Encoder AudioCatalyst 2.1 alle Frequenzen oberhalb 14.5 kHz einfach abschneidet. Ich bin also auf der Suche nach einem vernünftigen Encoder...
2. Diese WAV-Datei habe ich natürlich auch mit dem Audiograbber 1.80 Beta 3 encodet und dabei festgestellt, daß bei einer Datenrate von 192 kBit/s (CBR-HQ) unter Verwendung des Fraunhofer-Pro-Codecs der neu entstehenden MP3-Datei 31 ms Stille vorgehängt und am Ende 320 ms vom ursprünglichen Signal abgeschnitten werden.
Das tun im übrigen auch alle anderen, bisher von mir getesteten Encoder - allerdings mit unterschiedlichen Zeiten, die sie vorsetzen bzw. abschneiden.
Ich habe bisher nur den Fraunhofer-Codec und Xing getestet, nicht aber LAME bzw. Blade oder andere - würde es sich lohnen?
Weshalb werden beim encoden eigentlich unterschiedliche Zeiten vorgesetzt bzw. abgeschnitten? Muß das so sein?
Grüße an Euch,
Frank
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« Letzte Änderung: 1. Januar 1970, 01:00:00 von 1022968800 »
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Jens Mueller
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Suum cuique
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Ja, teste die anderen Encoder ruhig mal.
Was ist denn mit den bisher getesteten? Schneiden die Frequenzen ab?
Wäre ja reichlich schwachsinnig, einen 20kHz-Ton zu ignorieren, wenn er der einzige ist.
P.S.: Gehört das nicht ins MP3-Forum?
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fperau
Einsteiger

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Beiträge: 10

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Hallo Jens und alle anderen!
Die anderen Encoder bzw. Codecs werde ich sicher auch noch testen, denn ich wollte meine Vinyl-Sammlung mal vernünftig und für auch immer archivieren - wobei es mir wirklich ausschließlich auf die Qualität und nicht so sehr auf die Geschwindigkeit ankommt. Das eine schließt das andere nunmal aus, aber mit einem guten Kompromiß dazwischen könnte ich sehr gut leben.
->Was ist denn mit den bisher getesteten? Schneiden die Frequenzen ab?
Leider ja. Sie setzen dem eigentlichen MP3-File ein paar Millisekunden vor und hängen bis zu 2 Sekunden hinten an. Und sie schneiden auch teilweise das Ende ab - zumindest bei meinem Testfile. Bei einem normalen Song fällt das nicht so sehr auf, aber weshalb wird aus einem "Original" mit 6:07,0 Minuten Laufzeit einfach ein File mit 6:06,680 oder 6:09,021 Minuten Laufzeit?
->Wäre ja reichlich schwachsinnig, einen 20kHz-Ton zu ignorieren, wenn er der einzige ist.
Das finde ich auch! Erstelle mal ein WAV-File, welches nur aus Frequenzen oberhalb 16 kHz besteht und wundere dich dann nicht, daß nichts encodet wird! Was soviel heißt wie, daß dein "Original" weg ist! Beim AudioCatalyst und auch bei anderen Encodern kann man den sogenannten HQ-Mode wählen, der das eigentlich verhindern soll, aber zumindest beim AudioCatalyst bewirkt dieser Switch bzw. Mode absolut gar nichts! Es bleibt dabei, daß alles oberhalb von 14.8 kHz "ignoriert" wird.
-> P.S.: Gehört das nicht ins MP3-Forum?
Sowohl als auch, wie ich finde, denn ein Teil meiner Fragen bzw. Feststellungen bezieht sich ja eben auch auf den Audiograbber 1.80. Ich will diese Anwendung nicht destruktiv kritisieren, sondern eher das Gegenteil. Ich habe jahrelang mit dem AudioCatalyst gearbeitet und diese Anwendung ist mir so ziemlich ans Herz gewachsen und da der "Erfinder" vom AudioCatalyst ja auch der gleiche wie beim Audiograbber ist, liegt mein Wunsch doch auch nahe, mit dieser Anwendung weiterzuarbeiten.
Meine "Sachen" sind eigentlich nur Fragen VOR dem Kauf!
Wenn die Encoder z.B. Frequenzen oberhalb 18 KHz "vernachlässigen" würden, dann könnte ich damit durchaus leben, aber ich kann den Bereich zwischen 14.8 und 18 kHz nunmal eben noch akustisch wahrnehmen - also hören. Und wenn du dann mal 2 Files vergleichst - das encodete mit oberhalb 14.8 kHz "wegrasierten" Freqwuenzen und das Original von der CD, dann wirst du vermutlich das gleiche feststellen - nämlich das "etwas" fehlt.
Und zwar Brillianz und Dynamik...
Der AudioCatalyst 2.1 macht aus meinem 200 Sekunden Testfile übrigens ein 145 Sekunden langes MP3-File. Per Dreisatz kommt man dann zum Schluß, daß 145 Sekunden gleich 14.5 kHz sind - jedenfalls ganz grob gerechnet. Und das läßt in mir den Wunsch nach einem besseren Encoder aufflammen...
Ob das der Audiograbber sein kann? Mal sehen...
Nette Grüße von
Frank
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« Letzte Änderung: 1. Januar 1970, 01:00:00 von 1022968800 »
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fperau
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Hi Jens und die anderen!
Nein, Jens - eben nicht! Die ursprüngliche Datei mit 200 Sekunden Laufzeit wird von AudioCatalyst auf 145 Sekunden Laufzeit reduziert! Die "restlichen" 55 Sekunden, die ja die Frequenzen von etwa 14.5 bis 20 kHz enthalten, sind einfach ganz weg!!!
Das ist ja das komische an der Sache!
Ich gebe ja zu, daß mein Testfile nicht so dem üblichen Rahmen - sprich Musik - entspricht, aber es zeigt und beweist doch auch sehr gut, wie die Encoder bzw. die Codecs arbeiten.
Das, was meinem Testfile bzw. dem daraus entstandenen MP3-File an Länge fehlt, daß fehlt den "normalen" Musikfiles eben an Dynamik, Frequenzumfang und Brillianz - nur macht es sich bei diesen Files nicht so extrem in der Laufzeit bemerkbar! Aber es zeigt auch ganz deutlich, was alles fehlt!
MfG
Frank
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« Letzte Änderung: 1. Januar 1970, 01:00:00 von 1022968800 »
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fperau
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Zusatz:
Ich habe meine Testdatei auch mit CoolEdit Pro 1.2a encodet (192 kBit/s CBR) und dabei folgendes festgestellt:
1. es werden 37 ms "Stille" am Anfang erzeugt, bevor das eigentliche Signal erscheint.
2. die Ursprungsdatei wird wirklich sehr sauber über die gesamte Laufzeit von 200 Sekunden encodet.
3. Am Ende der 200 Sekunden (zuzügl. der 37 ms Stille vom Anfang) werden noch einmal 34 ms am Ende angehängt. Dabei handelt es sich aber nicht um "Stille", sondern um eine Art "auslaufendes Signal" bzw. Nachschwingen der letzten Periode, denn die Frequenz der Nachschwingung ist dabei unverändert.
Ich kann also behaupten, daß CoolEdit Pro 1.2a von allen bisherigen Encodern am "saubersten" encodet hat. Und das finde ich schon etwas seltsam, da CoolEdit Pro eigentlich kein spezieller Encoder ist und außerdem auch "nur" den Fraunhofer-Codec benutzt. Ich stelle mir also die Frage, weshalb spezielle Encoder nicht besser sind, als ein sehr umfangreiches und absolut hervorragendes "Universalpaket"?
Da muß doch also bei den speziellen Encodern - insbesondere beim Audiograbber - noch etwas mehr möglich sein!?
Am Audiograbber halte ich aber dennoch fest, da er von der Bedienung her sehr durchdacht ist. Er ist sehr umfangreich, aber man sieht es ihm nicht sofort an. Wenn ich da an die MusicMatch Jukebox 6 denke...
...zwar auch ganz gut - auch qualitativ - aber viel zu unübersichtlich.
Liebe Grüße,
Frank
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« Letzte Änderung: 1. Januar 1970, 01:00:00 von 1022968800 »
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Jens Mueller
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Suum cuique
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Audiograbber mag zwar die Daten an den Codec liefern, aber encoden sollte das dann dieser.
Das mit dem Abschneiden ist natürlich seltsam, das sollte mal jemand Jackie melden, das scheint ein Bug zu sein.
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« Letzte Änderung: 1. Januar 1970, 01:00:00 von 1022968800 »
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fperau
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Hallo Jens und die sonst noch interessierten!
Ich hab' ja auch schon an einen Bug gedacht, aber dann müßte dieser Bug so oder so ähnlich auch bei fast allen anderen Encodern vorliegen, denn die tun ja auch etwas vergleichbares. Was aber nicht ausschließt, daß alle Encoder einen ähnlichen Fehler implementiert haben könnten!
Wäre ja auch möglich!?
Ich betone ja auch, daß "meine" Testdatei in natura so sicher nicht vorkommt, aber trotzdem irritiert mich der Umstand, daß einfach Daten fehlen. In meiner Testdatei fällt das eben nur ganz deutlich auf, weil etwas fehlt - und zwar bis zu 55 Sekunden Laufzeit (beim AudioCatalyst 2.1)! Und wenn ich diese 55 Sekunden Laufzeit mal als "Informationsmenge" sehe, kann ich nur sagen, daß genau die gleiche Informationsmenge auch in normalen Musikstücken einfach fehlen werden, nur da kann man es nicht so deutlich sehen, weil diese Informationen eben nicht einfach am Ende abgeschnitten werden, sondern einfach "mittendrin" fehlen!!!
Das kann man sowieso nur dann hören, wenn man die Stücke mal parallel nebeneinander vergleichen würde. Nur, wer tut das schon?
Ich bin ganz sicher, daß es für diese Umstände Erklärungen gibt und es wäre ja auch nicht so schlecht, wenn die Programmautoren dieses mal aufnehmen würden, wenn sie es nicht ohnehin schon wissen!?
Wenn ich mir einen neuen Encoder kaufe, dann sollte er auch wirklich gut sein! Ich habe nichts dagegen, wenn man die Sound-Qualität selbst bestimmen kann, die man am Ende haben will! Wenn es Leute gibt, die bei 128 kBit/s (CBR) bereits von CD-Qualität sprechen, dann kann ich diese Leute jetzt nicht mehr verstehen. Wenn mir bei einer Datei von 200 Sekunden Laufzeit am Ende einfach 55 Sekunden abgeschnitten werden, dann fehlen mir also mehr als 25% "Informationen" und das finde ich einfach ein wenig zuviel, um noch von CD-Qualität sprechen zu können.
Ich denke und ich glaube, daß technisch einfach mehr drin sein müßte...!?
Oder?
Liebe Grüße von
Frank
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« Letzte Änderung: 1. Januar 1970, 01:00:00 von 1022968800 »
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Jens Mueller
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Suum cuique
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Ich frage mich, ob Du wirklich immer genau zwischen Encoder (damit meinst Du wohl AG) und Codec unterscheidest ...
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« Letzte Änderung: 1. Januar 1970, 01:00:00 von 1022968800 »
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fperau
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Hi!
Natürlich unterscheide ich zwischen Codec und Encoder! Aber primär geht es mir um den Encoder, denn woher soll ich auch wissen, in welcher Qualität die Daten vom Encoder an den Codec geliefert werden? Aus schlechten Daten kann kein Codec ein besseres Ergebnis liefern - logisch!
Und ob "mein" Problem vom Encoder oder vom Codec oder von beiden zusammen "verschuldet" ist, kann ich ergo auch nicht wissen.
Deshalb frage ich ja auch hier in diesem Forum nach - in der Hoffnung, daß Jackie oder sonst jemand, der es analysieren und ändern könnte, liest.
Ich will mich hier nicht ausheulen oder meine Zeit verplempern, sondern ich will konstruktiv sein.
Nur das alleine reicht allerdings nicht...
Grüße,
Frank
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Jens Mueller
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Suum cuique
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Naja, was soll der AG wohl liefern? Halt unkomprimierte Audiodaten ...
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Jens Mueller
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Suum cuique
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Ich denke mal, daß der Codec aussetzt.
Denn wenn AG einfach nicht mehr weiterliefert, müßte er ja eine Fourier-Transformation (Frequenzanalyse) durchführen, was ich für sehr unwahrscheinlich halte.
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