Encoder Bitrate im Vergleich zu Cassette
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Hallo Zusammen,
wieder einmal eine Frage für Anfänger (oder auch nicht).
Im Zeitalter der Bits und Bytes sehnt man sich nach Vergleichen mit denen wir Oldies auch noch was anfangen können.
Wie muß ich die Bitrate des Encoders wählen, wenn ich eine Qualität erzielen möchte, die der guten alten Cassette ähnlich ist? Kann man so einen Vergleich auch mit der LP
( ??? antiquarische Venylscheibe mit Rillen) ziehen?Schon mal Dank für Euer Feedback,
Spunky -
Hey Spunky,
leider bin ich nicht mehr mit LPs groß geworden, aber evtl. bringt dich ja ein Vergleich mit der ordinären CD weiter:
128kb/s ist in etwa (leicht schlechter) CD Qualität - wobei 160 doch effektiver sind (haste zwar evtl. ein paar bits verschenkt, aber wenigstens keine wegrationalisiert!). Wenn Du jetzt den Vergleich zwischen einber CD und einer LP zeihst, könnte das Rückschlüsse auf deine Frage zulassen! Hoffentlich hts Dir geholfen. C U Final_Guy -
128k entsprechen ca. CD-Qualität?
Ich bin ja ein lernwilliger Schüler, aber im Thread "mp3PRO Codec/Player realeased!" hat jemand geschrieben, daß er das 128 kbit-Zeugs nicht mag und dass Festplatten nicht so teuer sind, dass man auf CD-Qualität verzichten muß.
Hab ich was nicht kapiert, wenn ich sage einer von Euch beiden muß falsch liegen?
Gruß Spunky
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Ich hab' mir das mit der Bitrate ebenfalls einmal kurz überlegt und ich muss sagen, dass auch hier wieder die ungeliebte Antwort gegeben kann, dass es keine Bitrate gibt, dass der Kasetten oder LP-Qualität am ähnlichsten ist.
Senkt man die Bitrate der mp3s immer weiter nach unten, so werden laufend sehr nahe liegende Frequenzen zu einer zusammengefasst (eben komprimiert) und hohe Frequenzen unterdrückt oder gar weggeschnitten. Und dies ist umso stärker hörbar, wie weiter man die Bitrate ansetzt. Bei 96kbps sollte jeder schon einen Unterschied merken.
Das Wichtige ist aber, dass alles auf digitaler Ebene abläuft. Ein "schlecht tönendes Lied" von digitaler Quelle klingt ganz anders als von analoger Quelle wie LP oder MC, wo es Rauschen und Knacksen gibt, was bei einem mp3 (sofern es natürlich nicht von einer LP oder MC digitalisiert wurde) nie auftreten wird, egal wie schlecht komprimiert.
Zumal muss noch gesagt werden, dass die LP in der Regel sicher noch einiges besser tönt als die MC. Auch heute gibt es ja immer noch Leute die sagen, sie töne besser als die Audio-CD. Aber das ist weider eine andere Geschichte.
Also ich denke wirklich dass es keine Bitrate für die MC oder LP gibt. Wenn ich MCs digitalisiere noch aus meiner frühen Jugendzeit nehme ich 160kbps (192 bei CD) high qualitiy, darunter können schon Ton-Informationen einer MC/LP verloren gehen, würde ich also nicht machen.
Aber wenn du den Klang von damals so liebst, kannst du ja vor dem Encodieren etwas Rauschen oder ähnliches hinzufügen zum Beispiel mit CoolEdit Pro.
Gruss
pKurmannCH
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Vielen Dank für die Tips, pKurmannCH (wie bist Du auf diesen Namen gekommen?). Eine Frage hätte ich noch.
Wenn ich mit 128k arbeite, werden die Dateien zwischen 3 bis 5 MB groß (je nach dem). Wie groß werden diese bei 160k bzw. 192k? Kann man das prozentual ausdrücken (z.B. 50% mehr)?
Gruß Spunky
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Ja, das ist viel einfacher als du denkst!
Eine 128 kbps mp3-Datei variiert in der Grösse meistens zwischen 3 bis 5 MB, wie du ja schon sagtest. Dies hängt aber nur, wirklich 100% nur von der Länge des Liedes ab. Es ist absolut egal, wie viele verschiedene Frequenzen das Lied hat oder wie kompliziert es aufgebaut ist. Also nicht wie bei JPG-Bilder, bei der detaillierte Bilder automatisch mehr Platz brauchen.
128 kbps ist ist die konstante Bitrate der Datei (also nicht wie VBR = Variable Bit Rate). Und wie man an der Einheit schon ablesen kann sind das 128'000 Bits pro Sekunde. 8 Bit sind bekanntlich 1 Byte. Somit 128'000/8 Bytes, also 16000 Byte pro Sekunde. Ergibt für eine Minute 960'000 Bytes oder ungefähr 0,91 MB.Führt man die Rechnung bei folgenden Bitraten noch durch erhalten wir folgendes:
128 kbps => 960'000 B = 0,91 MB pro Minute
160 kbps => 1'200'000 B = 1,15 MB pro Minute
192 kbps => 1'440'000 B = 1,37 MB pro Minute
224 kbps => 1'680'000 B = 1,60 MB pro Minute
256 kbps => 1'920'000 B = 1,83 MB pro Minute
320 kbps => 2'400'000 B = 2,29 MB pro MinuteJetzt sieht man natürlich, dass es einfach ist die Grössen prozentual auszudrücken. Dem nach sind 160 kbps kodierte Dateien 25% grösser, 192 kbps die Hälfte grösser.
Gruss
pKurmannCHPS: Kurmann ist mein Nachnahme. Der Name ist von meiner E-Mail-Adresse abgeleitet. pkurmann war schon besetzt, also noch CH für die Schweiz.
Ich weiss, nicht besonders originell, aber ich brauch kein Pseudonym. -
Meine Meinung:
Die Tonqualität von MCs ist ziemlich miserabel. Nimmt man dann Dolby-Rauschreduktion dazu, mag das zwar die Knackser reduzieren, aber ohne Auswirkungen auf den Frequenzgang wird das wohl nicht bleiben.
Für Kassette sollten 128k also dicke ausreichen.
Zu LPs: Hier hängt die Qualität entscheidend davon ab, wie die LP gemastert wurde, und wie gut die eigene Abspielhardware (Tonabnehmer) ist. Nicht ohne Grund gibt es Tonabnehmer für etliche tausend Mark.
Einige Leute sind der Meinung, daß LPs sogar CDs überlegen sein können - entsprechend hoch mußt Du die Qualitätseinstellungen für die MP3s setzen. Bei 256k oder höher kannst Du da durchaus landen.
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Meine Mweinung zu den Klangunterschieden CD gegen LP
gehen eindeutig in Richtung LP. Das liegt aber nicht am fehlenden Dynamikumfang der CD sondern einfach and er Masteringtechnik. so wird zum Beispiel auf den heutigen Cd´s meistens alles waqs über 15-16 khz liegt einfach weggeschnitten. oder es wird durch den dynamikkompressor gejagt. Höhrt euch doch einmal ne Pop CD aus den Anfängen der Cd´s an. Da klingen die Bässe wirklich knackiger. Und die LP´s stammen ja auch aus einer Zeit in der der zur verfügung stehende Dynamikumfang der Hardware auch wirklich ausgenutzt wurde. So und nun zur LP ,diese kann gringere Signaldifferenzen (Laufzeitunterschiede zwischen den beiden Kanälen) abbilden als die CD ,und dafür sind unsere Ohren Empfindlicher als für den Frequenzumfang(weil es ja zur Richtungortung dient). Dieses ist wiederum ausschlaggebend für die räumliche abbildung der Klänge. Gerade im klassikbereich klingen LP´s wesentlich räumlicher als Cd´s, aber das ist alles eine subjektive Einstellung .
Fazit: Es giebt kein BESSERES Medium. Es muss jeder selbst entscheiden was ANGENEHMER klingt. Für mich jedenfalls liefert die LP die wärmeren Bässe und Stimmen , vorrausgesetzt der tonmeister hat im Studio ganze Arbeit geleistet, und nicht alles kaputtgemischt.
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