Christof:
Zuerst habe ich mich einfach mal dumm gestellt und dem Wizard alles überlassen. Fazit: Die Wave-Datei war leer
Das versteh' ich nicht - das ist das erste Mal, dass ich von einem solchen Problem gehört habe.
EAC hat übrigens einen Bug, der dafür sorgt, dass die Laufwerke in einigen Fällen erst beim zweiten Start des Programms richtig angesprochen werden (das führt leider auch dazu, dass die Laufwerksfeatures beim ersten Start falsch erkannt werden können). D.h., wenn du den Test gemacht hast, ohne EAC gleich zu Anfang einmal neu zu starten (und den Konfigurationsassistenten noch einmal auszuführen), kann dein Problem diesen Bug zur Ursache haben.
Ja, das sollte nicht sein - ein Newbie würde nichts davon wissen, dass es diesen Bug gibt (zumal er auch nirgendwo dokumentiert ist) und möglicherweise permanent mit einem falsch konfigurierten Laufwerk rippen. (Zugeständnis Nr. 1 :))
[...] und die MP3's wurden standardmäßig mit der Lame Exe encodiert - nur leider mit satten 32 KB. Aus Lame läßt sich etwas mehr herausholen, aber das bekommt man mal wieder nicht mehr mit einem Wizard, sondern da mußte ich im Menü herumsuchen.
LAME verwendet 32 KBits/s für digitale Stille - das liegt an der leeren Wave-Datei (-> Zugeständnis Nr.1).
Hier muss ich aber trotzdem für EAC argumentieren: Als Standardeinstellung für LAME wird "--alt-preset standard" gewählt - das ist vorbildlich. Wählt man "Low Quality", wird 128 kbps ABR gewählt (so viel Infos gibt der Konfigurationsassistent noch).
Möchte der User aber z.B. 160 kbps CBR benutzen, wird er im Stich gelassen - nachdem er erstmal durch die kryptische Parameterfolge ("%l--alt-preset 128%l%h--alt-preset standard%h %s %d") geschockt worden ist, versucht er wahrscheinlich, die "Bitrate"-Option einfach auf 160 kbps zu setzen. Das hätte aber keinen Effekt. Mit ein wenig Glück würde der User dann im Netz auf Seiten wie diese stoßen - aber das ist zu viel verlangt.
Zugeständnis Nr.2: Der Mangel an Erklärungen macht die Konfiguration des Encoders für Newbies zur unüberwindbaren Hürde (wenn sie das Standard-Preset nicht benutzen wollen), außerdem sind die Optionen im Konfigurationsmenü für unkundige User extrem verwirrend (die Bitrate-Option wird ignoriert etc.).
Wirklich testen konnte ich den Secure-Mode leider nicht, da ich meine CD's nicht in der gleichen Schachtel wie das Schleifpapier lagere, sondern in JewelCases
Irgendwie scheinen alle zu meinen, der Secure Mode diene primär der Korrektur von Lesefehlern auf extrem zerkratzten CDs. Dem ist nicht so! Der Secure Mode soll einfach dafür sorgen, dass alle CDs so gut wie möglich ausgelesen werden, und vor allem - und das ist ein sehr wichtiger Punkt - den Benutzer genau informieren, sollte die CD nicht gut ausgelesen worden sein. Das tun andere Programme mit Secure Mode (CDex, Media Jukebox) nämlich nicht.
Bei verkratzten CDs, die viele Lesefehler produzieren, ist es meist sowieso nicht mehr möglich, die CD fehlerfrei auszulesen, egal mit welchem Programm (es sei denn, man hat ein verdammt gutes Laufwerk), ob mit oder ohne Secure Mode. Würde ich die CD mit Audiograbber auslesen, dann würde mir kein Fehler gemeldet werden - der Rip hätte aber Störgeräusche, nur würde ich das erst später herausfinden. Mit EAC wüsste ich sofort, dass Störgeräusche drin sind, und ich wüsste sogar, an welcher Position.
Das zeigt mir Audiograbber auch an, nämlich mit der Checksumme bzw. wenn auf einmal 100 "mögliche Geschwindigkeitsprobleme" auftreten.
Ein Lesefehler muss keinen CRC-Error produzieren, die Checksumme hat nicht gerade eine hohe Aussagekraft. (Übrigens: Ein Lesefehler muss noch nicht einmal einen Sync-Error hervorrufen, weshalb der "Synchronized"-Modus (oder anders ausgedrückt, die Jitterkorrektur) hier keine Vorteile bringt.)
Und die "möglichen Geschwindigkeitsprobleme" haben nichts mit dem Zustand der CD zu tun - ein "mögliches Geschwindigkeitsproblem" tritt bei zu hoher Systemauslastung auf. (EAC nennt das "Timing Problem".)
die Anleitungen, wie sie von Stefan oder auch von mir geschrieben wurden, habe ich vergeblich gesucht.
Zugeständnis Nr.3: Es gibt gute Anleitungen für EAC, aber was nützen sie, wenn sie nicht von der EAC-Website aus verlinkt werden.
Von daher will ich es einfach EAC anrechnen, daß eine CD-Brenn-Funktion drin ist. Aber die ist ja bitte etwas marginal. Ihr verwendet die? Na, dann bleib ich mal lieber bei Nero oder WinOnCd. Aber OK: EAC hat die Funktion.
Immerhin macht die Brennfunktion EAC zum einzigen Programm, das CDs direkt 1:1 mit Secure Mode kopieren kann (vorausgesetzt, der Brenner wird unterstützt), das ist ein großes Plus. Wer neue Zusammenstellungen aus seinen MP3s brennen will, der ist mit Nero und Co. besser beraten.
Wave-Editor: Ihr meint aber schon nicht das schwachbrüstige Ding, oder? Oder unter welchem Menüpunkt versteckt sich der?
Tools -> Process WAV, wenn du's wissen willst
Ich finde ihn gar nicht so schlecht. Ich habe noch nie in meinem Leben CoolEdit (bzw. andere Audio-Editoren) auf meinem System gehabt, alle Aufgaben konnte ich bis jetzt mit dem EAC-Wave-Editor lösen (schneiden und faden).
Dass er für höhere Ansprüche nicht reicht, ist mir klar.
Hmm, und dann habe ich mir mal das Line-In-Modul angesehen. ROFL (heute neumodisch: totlach), mehr ist dazu ja wohl nicht zu sagen.
OK, da ist AG haushoch überlegen (Zugeständnis Nr.4). Ich persönlich gewichte diesen Punkt aber nicht besonders stark, da ich ein LineIn-Modul noch nie ernsthaft gebraucht habe.
Mal ne Frage, kann das LineIn-Modul von AG direkt on-the-fly mit externem Encoder (z.B. LAME mit alt-presets) komprimieren? Das wäre ein großes Plus.
Aber wenn ich mir meine oft benötigten Features ansehe, die EAC nicht hat, dann finde ich 22 Euro sogar wenig und denke: Leistung muß auch honoriert werden.
Zähle doch bitte mal deine "oft benötigten Funktionen" auf (abgesehen vom leistungsstarken LineIn-Recorder). Das würd mich jetzt einmal interessieren.
Möglichkeit den Encoder im Hintergrund laufen zu lassen, spart Zeit
Geht mit AG auch...
Hä? Kann sein, dass ich was verpasst habe, aber reden wir wirklich von der gleichen Funktion?
Gemeint ist nicht das Rippen & Encodieren in einem Arbeitsgang, sondern das Rippen und anschließendes Encoding im Hintergrund, während bereits der nächste Track gerippt wird.
WeinGeist:
CD's ohne Kratzer mit Audiograbber, ist wirklich schneller! Da ist der EAC lahm.
--> Sind nach Probehören Probleme vorhanden, einfach mit EAC nachrippen
Das wird dem Sinn von EAC nicht gerecht - es geht doch gerade darum, ohne Probehören davon ausgehen zu können, dass die gerippten Files frei von Knacksern sind, und bei möglichen Störgeräuschen darüber informiert zu werden!
Wie hat man eine CD schneller fehlerfrei gerippt?
a) Mit Audiograbber in 5 Minuten rippen, 1 Stunde probehören, ob Knackser drin sind.
b) Mit EAC in 25 Minuten rippen, aber sicher wissen, dass die CD sauber ausgelesen wurde -> Probehören entfällt.
Ich denke, mit Möglichkeit b).
CU
Dominic