Hallo,
ich habe nun schon oft gelesen, dass...
Hydrogenaudio ist das Forum, in dem die Entwickler und "Tester" von lame zu finden sind. Sehr empfehlenswert zum Lesen. 
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je höher die Bitrate, desto weniger Sinn macht Joint-Stereo im Vergleich zu Stereo.
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Im Prinzip ein guter Gedanke, aber leider nicht ganz richtig. Komprimier' doch mal irgendein File (stereo natürlich) mit --alt-preset standard. Du wirst feststellen, dass einige Frames mit 320kbps kodiert werden, davon einige in kanalgekoppeltem Stereo). Da für --alt-preset standard joint stereo benutzt wird, ist es naheliegend, dass für dieselben Frames - mit "normalem" kanalgetrennten Stereo kodiert, also bei Benutzung von -m s - eigentlich Bitraten von ~400-450kbps nötig wären. Fazit: Da dies nicht möglich ist, muss lame bei der Benutzung von -m s auch bei konstant 320kbps an einigen Stellen die für Stereo verwendeten bits woanders einsparen, was zu hörbaren Problemen führen kann.
Die Tests, die bei der Entstehung der --alt-presets durchgeführt wurden, haben eindrucksvoll gezeigt, dass die von --alt-preset insame verwendete Methode zu entscheiden, ob ein Frame kanalgetrennt oder kanalgekoppelt kodiert wird (joint stereo heisst hier nicht, dass alles kanalgekoppelt kodiert wird, sondern, dass der Stereo-Modus nach Bedarf ausgewählt wird!), keine hörbaren Unterschiede im Stereo-Bild im Vergleich zur Verwendung von -m s bringt, wohl aber Vorteile beim Vermeiden von Artefakten.
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--alt-preset insane -m s -q 0 (oder 1)
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-q 0 ist experimentell. Es ist kein Fall bekannt, in dem die Verwendung Verbesserungen gebracht hätte, es können aber durchaus in Einzelfällen gravierende Verschlechterungen auftreten, da es nicht genügend getestet ist. Außerdem ist es langsam.
Wer wirklich genau hin hört und seinem Gehör vertraut,
wird mir zustimmen, dass sich ein Lied, kodiert mit...
320 kBit/sec - Höchste Qualitätsstufe - Normal Stereo
besser anhört, als sämtliche Sparmodis (VBR/ABR/JStereo).
So generell ist diese Aussage bestenfalls als fragwürdig einzustufen. Schon mal mit ABX Programmen experimentiert? (Mehr dazu in den FAQ bei Hydrogenaudio - s. o.)
Mir ist aufgefallen, dass gerade der Surround (ich habe eine recht gute Anlage) unter Joint-Stereo leidet !
Das kann gut sein ... Das "Umrechnen" von Stereo zu Surround geschieht ja durch das Ausnutzen von geringfügigen Phasendifferenzen, die eigentlich unhörbar sind. Unhörbares wegzulassen und dadurch Platz zu sparen ist ja gerade der Sinn von verlustbehafteter Kompression. Das ist ähnlich, als würde man ein mp3 nehmen und die Kanäle voneinander abziehen (Gesangentfernung für Karaoke...) und sich wundern, dass plötzlich Artefakte zu hören sind, die vorher vom Gesang verdeckt waren. Für Surround ist fraglich, ob verlustbehaftete Kompression überhaupt sinnvoll ist (wenn überhaupt, könnte MPC oder Wavepack lossy geeignet sein). Beiträge zu Surround und MP3 gibt es übrigens auch bei Hydrogenaudio.
CU tigre